Die Segelflugausbildung in der Übersicht

Pilotenausbildungam Anfang ganz locker …

Gleich zu Beginn des Weges zur Pilotenschein-Prüfung sitzt der Flugschüler auf dem vorderen Sitz eines doppelsitzigen Segelflugzeuges, der Fluglehrer hinter ihm fliegt das Flugzeug. In sicherer Höhe lernt er die Wirkung von Steuerknüppel, Seitenruder und Querruder auf die Fluglage kennen und übt das Segelflugzeug mit koordinierten Ruderausschlägen möglichst optimal durch die Luft zu bewegen. Geübt wird das alles während vieler Übungsflüge zu zweit. Besonders das sichere Starten und Landen muss „sitzen“, deshalb läuft der Schulungsbetrieb auch dann, wenn die „fertigen“ Piloten mit mürrischem Gesicht vor der Halle stehen und auf das Wetter schimpfen.

PilotenausbildungÜbung macht den Meister …

Der erste Meilenstein der Pilotenausbildung ist erreicht, wenn der Fluglehrer mit den Worten „nun mach das mal alleine“ aus dem Doppelsitzer aussteigt. Mit den drei Alleinflügen der A-Prüfung beweist der Flugschüler seine Fähigkeit ein Flugzeug auch ohne „Moderator“ im hinteren Sitz fliegen zu können. Wer erst einmal das erhebende Gefühl des ersten Alleinfluges erlebt hat, weiß was es heißt „Frei wie ein Vogel“ zu fliegen. Endlich „freigeflogen“, geht es mit Flügen im einsitzigen, so wie in doppelsitzigen Segelflugzeugen weiter. Die Pilotenausbildung konzentriert sich jetzt auf spezielle Flugmanöver und auf das präzise Fliegen in der Thermik, das lange Flüge, die eigentliche Intention beim Segelfliegen, ermöglicht. Nach dem ersten Alleinflug sind noch viele Flugübungen zu lernen und der Fluglehrer steigt immer mal wieder mit ein, um sie zu demonstrieren.

 

Pilotenausbildungohne Prüfung keinen Schein …
Die vorletzte Klippe ist eine mehrstündige Theorieprüfung mit der das im Theorieunterricht erworbene Wissen um Themen wie Luftrecht, Navigation, Wetterkunde, Technik usw. überprüft wird. Irgendwann, nach mindestens 25 Flugstunden, 60 Starts- und Landungen, einem 50 Kilometer Überlandflug und 60 Theoriestunden ist es dann soweit. Ein Prüfer erscheint auf dem Flugplatz und begutachtet die fliegerischen Fähigkeiten des Pilotenschein-Aspiranten.


PilotenausbildungWas kostet es, Segelfliegen zu lernen?
Die Fluglehrer des Vereins arbeiten ehrenamtlich, deshalb sind die Kosten der Pilotenausbildung bereits in den Mitgliedsbeiträgen enthalten. Das bedeutet aber auch, dass sich die Flugschüler genauso wie alle anderen aktiven Vereinsmitglieder an den auf dem Flugplatz anfallenden Arbeiten beteiligen müssen.   Wie viel zeit benötigt man? – Das hängt davon ab, wie intensiv man sich am Flugbetrieb beteiligt. Gerade während der Grundausbildung bis zum ersten Alleinflug ist es wichtig, so oft wie möglich am Flugbetrieb teilzunehmen. Längere Pausen reduzieren den Lerneffekt. Weitere Informationen zur Ausbildung findest du unter Pilotenbedarf.